| News 2010 |
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Alles ready für morgen Gestern genoss ich zusammen mit den beiden anderen U23 Girls, Kathrin Stirnemann und Vivienne Meyer, unseren Ruhetag. Am Morgen gingen wir noch kurz aufs Velo, "röllele" auf der Strasse. Ansonsten versuchten wir uns an einem kühlen Ort aufzuhalten, da es seit wir hier sind immer so ca. 30 Grad warm/heiss ist! Heute drehte ich ein letztes Mal 1 Runde auf der Strecke. Sie ist bereits ziemlich ausgefahren...und sehr staubig/sandig! Aber ich fühle mich immer noch total wohl auf der Strecke. Es wird bestimmt ein seeeehr hartes, intensives und vor allem ein heisses Rennen geben, aber ich bin ready to race! Also, morgen um 16.00 Uhr (Schweizer-Zeit) heisst es Daumen drücken! :-) Aktuelles: Sieg im Team-Realy heute von unseren Schweizern: Thomas Litscher, Roger Walder, Katrin Leumann und Ralph Näf! Herzliche Gratulation nochmals! Kanada, Teil 1 Seit Freitag weile ich nun schon in Kanada, im Skiort Mount-Saint Anne. Im Gegensatz zum Vorjahr sind wir nicht in einem Hotel untergebracht, sondern wohnen in einem Haus. Die Stimmung ist super, viel familiärer. Ausserdem sind 2 Köche mitgereist, welche für unser Wohl bestens sorgen! :-) Gestern besichtigten wir erstmals die Strecke. Und ich bin begeistert! Viele Trails mit technischen Passagen plus 2 steile, nicht allzu lange Aufstiege. Heute werden wir die Strecke noch genauer unter die Lupe nehmen... Bis bald, Michelle Finale Racer Bikes Cup Muttenz
Der Start gelang mir ziemlich gut, ich konnte in der 1. Runde am Hinterrad der Spitzengruppe mitfahren. Doch bereits in der 2. Runde musste ich mich etwas zurücknehmen, da ich wusste, dass ich das Tempo von den Top-Cracks, wie Sabine Spitz oder Esther Süss, nicht 7 Runden lang mitfahren kann. Ich konnte aber trotzdem meinen Platz einigermassen verteidigen und kam schlussendlich als 8. Elite-Dame und 2. U23 ins Ziel. Ich war zufrieden mit meiner Leistung. Nun kann endlich die Weltmeisterschaft kommen! :-) Argovia Cup Titterten Damit ich den Rennrythmus nicht verliere, nahm ich letzten Sonntag am Argovia-Cup in Titterten teil. Ich ging ohne grossen Ambitionen ins Rennen. Es waren bloss 5 Frauen am Start. Das Rennen bestand aus einer Startrunde, einer grossen und einer kleinen Runde, alles in allem eine kurze Renndistanz von 14km. Die Strecke führte grössten Teils über breite Kieswege, mit kurzen Schlaufen auf Wald-Trails. Wir starteten mit den Fun und Hobby-Kategorien. Es gelang mir ein guter Start, doch auf der grossen Runde wurde ich dann von der Deutschen Tatjana Dold eingeholt, welche in der Weltrangliste ca. 5 Plätze vor mir klassiert ist. Nach nur gerade 57min. fuhr ich dann als 2. über die Ziellinie. Fazit: Es war ein gutes Training und gut für den Rennrythmus. Nun konzentriere ich mich auf das Finale vom Racer Bikes Cup in Muttenz (BL), welches am kommenden Weekend stattfinden wird. Start: Sonntag, 22. August 2010, 12.00 Uhr! Letzte Hauptprobe vor der Weltmeisterschaft.... Quali für Weltmeisterschaft in Mount-Saint Anne, Canada geschafft! Heute habe ich den definitiven Bescheid bekommen, dass ich an der Weltmeisterschaft in Kanada dabei sein werde. Ich freue mich riesig darauf! Das motiviert mich nun noch einmal Vollgas zu geben Ende Saison! Wir werden voraussichtlich am 27. August die Reise antreten und mein Rennen wird am Donnerstag, 02. September stattfinden. Weitere Infos werden folgen... Worldcup Val di Sole - Italy 50th Elite / 14th U23
Ich reiste mit meinem Team in 2 Schritten nach Val di Sole. Am Dienstag übernachteten wir im österreichischen Imst und setzten unsere Reise am Mittwochmorgen fort. Nach Ankunft besichtigten wir die Strecke, welche nun etwas härter ist, als an der WM im Jahr 2008. Ein ständiges auf und ab, mit sehr steilen, intensiven Aufstiegen. Die Puste reichte jeweils knapp bis oben. ;-) Ausnahmsweise starteten wir Cross-Country Fahrer/innen alle am Samstag, da am Sonntag noch das Downhill-Rennen ausgetragen wurde. Mit der Startnummer 88 fiel ich erstmals unter die 100-Marke. :-) Doch schlussendlich stand ich trotzdem in der 2. letzten Startreihe, immerhin, dachte ich mir. Der Start selbst verlief eigentlich nicht schlecht. Dank der etwas längeren Startrunde konnte ich mich schnell und relativ gut nach vorne arbeiten. Die Runde war wirklich happig und wir hatten 4 grosse Runden zu fahren. Man musste also seine Kraft gut einteilen. Da die Strecke nicht ganz meinem Terrain entsprach, war ich mit meinem Rennen ganz zufrieden. Ich genoss noch den sonnigen und sehr warmen Nachmittag/Abend in Val di Sole und dann war auch schon wieder der Abreisetag da. 7h Autofahrt nach Hause…phuu…ich war froh, als ich endlich aus dem Bus steigen konnte und war happy, dass ich nun noch 2 Tage zum ausspannen hatte. So verbrachte ich dann einen gemütlichen 1. August-Abend mit meiner besten Kollegin Kathrin Stirnemann bei mir zu Hause und am kommenden Tag gönnten wir uns einen Wellness-Tag in Luzern. :-) So sollte das Leben immer sein… ;-) Worldcup Champéry 46th Elite / 9th U23
Doch als ich am kommenden Morgen die Vorhänge zur Seite schob hatte das Hoffen ein Ende: Es regnete immer noch! :-( Da ich die Strecke vom Racer Bikes Cup her bereits kannte, beschloss ich, auch an meinem Ruhetag die Beine nur auf der Rolle etwas zu bewegen. Am Samstag gabs dann keine Ausreden und Ausnahmen mehr. Bei nassen und dreckigen Bedingungen besichtigten wir die Strecke. Es gab viele Laufpassagen, was mich ein wenig ärgerlich stimmte. Champery hätte wirklich eine sehr tolle und technisch anspruchsvolle Runde, doch bei diesen Wetterverhältnissen glich es eher einem Duathlon als einem MTB Weltcup, leider. Trotz allem war ich positiv auf den Sonntag eingestellt und auch Petrus meinte es wieder gut mit uns und liess die Sonne am Himmel strahlen. :) 120 Fahrerinnen waren bereit, um 1 Startrunde und 5 grosse Runden zu absolvieren. Mit der Startnummer 110, mit welcher ich ein Wochenende davor den Schweizermeistertitel holte, war ich sehr gelassen an den Start gestanden. Es war wichtig, direkt nach dem Start so schnell und so weit als möglich nach vorne zu fahren, denn sobald es in die Trails ging wurde es fast unmöglich zu überholen. Leider fiel mir das von der hintersten Startreihe diesmal gar nicht einfach. Es war mühsam wie noch nie! Die Startrunde war katastrophal, ich glaube sogar, dass wir ca. ¾ der Runde zu Fuss bewältigt haben, da es entweder Fahrerinnen gab, welche die technischen Passagen nicht fahren konnten oder es Abschnitte der Runde waren, welche man musste zu Fuss bewältigen, da Fahren aufgrund der nassen Verhältnissen gar nicht mehr möglich war. Es brauchte Kraft und vor allem aber auch Nerven, sich langsam und Schritt für Schritt nach vorne zu arbeiten. Obwohl ich es gar nicht richtig bemerkte, kam ich sehr gut voran. Plötzlich fuhr ich mit der ehemaligen Junioren-Weltmeisterin Tereza Hurikova und der Deutschen Elisabeth Brandau und musste mich so um die Ränge 35-40 befunden haben. Ich fühlte mich aber schon nach der Startrunde und 3 Runden ziemlich ausgepowert. Das ewige ab-und aufsteigen und die vielen Laufpassagen raubten mir die physischen, so wie auch die psychischen Kräfte. Ich versuchte meinen Platz zu halten und den Anschluss der Gruppe nicht zu verlieren. In der 5. Runde spürte ich, wie meine Kräfte langsam zu Ende gingen und ich dachte mir, dass sie mich aufgrund der 80%-Regel aus dem Rennen nehmen würden. Doch nichts war damit, als 2. Letzte ging ich auf die letzte Runde. Elisabeth Brandau überholte mich kurz nach der Zielpassage und ab dann fuhr der Schluss-Töff immer hinter mir. Ich konnte wirklich nicht mehr, meine Beine waren leer und mein Kopf war ebenfalls am Ende. In den technischen Abschnitten fuhr ich am Limit und in den Laufpassagen fiel ich fast dauernd hin und bekam Wadenkrämpfe, ich war so fertig, dass mir sogar die Tränen in die Augen stiegen. Ich wollte einfach nur noch ins Ziel. Total ausgepowert fuhr ich dann als 46. Elite-Dame und 9. U23 über die Ziellinie. Somit habe ich mein bisher bestes Weltcuprennen dieser Saison zeigen können und dies in der Schweiz, hier in Champery, wo nächstes Jahr die Weltmeisterschaften stattfinden werden. Nach diesem harten Rennen freute ich mich dann umso mehr über mein Resultat und die weiteren Weltcup-Punkte, welche mich nun endlich weiter nach vorne katapultieren sollten! :) In 6 Tagen geht’s bereits weiter mit dem nächsten Weltcup in Italien in Val di Sole. Danach entscheidet sichs definitiv, wer an die WM nach Mount-Saint-Anne (Kanada) mitreisen wird. Bis bald. SWISS CHAMPION 2010!!! :-)
Ich fühlte mich bereits während der ganzen Woche in guter Form und ich freute mich riesig auf das Schweizermeisterschaftsrennen am Sonntag. Um 07.30 klingelte mein Wecker. Ich hatte gut geschlafen und fühlte mich bereits am Morgen schon richtig fit. Erstaunlicherweise war ich auch nicht nervös. Nachdem ich zu Hause gefrühstückt hatte, lud ich meine 7 Sachen in mein Auto und fuhr nach Gränichen. Als ich dort ankam waren bereits einige Rennen im Gange (Junioren, U17 und Masters). Ich bereitete meine Bidons vor und hörte während dessen gespannt dem Speaker zu. Da und dort noch ein kurzer Schwatz und dann um 10.40 Uhr begann ich mit dem Einfahren auf der Rolle. Ich war froh, dass es nicht so heiss war wie in Flims, so reichte mir ein nasses Frottéetuch auf den Schultern, um meine Körpertemperatur tief zu halten. Ich bemerkte bereits auf der Rolle, dass meine Beine fast wie von alleine drehten und das gab mir ein sehr gutes Gefühl. Mit der Startnummer 110 konnte ich aus der vordersten Reihe starten. Das Heimpublikum von Kathrin Stirnemann und mir schickte uns mit einem riesigen Applaus ins Rennen. Ich erwischte einen guten Start. Vivienne Meyer führte den langen Asphalt-Aufstieg bergauf, direkt dahinter reihten sich Kathrin, Virginie Pointet und ich ein. Ich flog fast den Aufstieg hoch, ohne jegliche Mühe! Bevor es zuoberst in eine kleine Waldtrail-Schlaufe ging, konnte ich Virginie noch überholen und befand mich nun an 3. Stelle. In der Abfahrt hatte ich keine Schwierigkeiten den anderen beiden zu folgen. Die Strecke führte anschliessend über eine Rampe ins Start-/Zielgelände am Festzelt vorbei, in die Kiesgrube und somit in die 1. Verpflegungs- und Techzone. Dort zog ich an Kathrin vorbei und folgte Vivienne, welche nun das Tempo bergauf etwas erhöhte. In der Kiesgrube hatte ich einen solchen Energieschub, dass ich Vivienne für kurze Zeit sogar überholt hatte. Im letzten Anstieg drehte sie nochmals am Gashebel und fuhr dann aber als 1. in die Abfahrt. Nach 2-3 Kurven schloss ich bereits wieder an ihr Hinterrad auf. Ende Kiesgrube hatte ich die Nase wieder vorne und wir fuhren zu zweit in die 2. Verpflegungs- und Techzone ein. Kathrin schien es überhaupt nicht nach Wunsch zu laufen und hatte bereits in der Kiesgrube einige Meter verloren. Vor dem 3. und letzten Aufstieg überholte mich Vivienne wieder. Ich versuchte ihr möglichst am Hinterrad zu bleiben, was mir einigermassen gelang. Irgendwo in der Abfahrt habe ich dann eine kleine Lücke gefunden und zog wieder an ihr vorbei. Es war ein Hin und Her, wie Katz und Maus. :-) In der 2. Runde fand ich dann eine Möglichkeit, um ein bisschen Boden gut zu machen auf Vivienne. Plötzlich war sie nicht mehr in Sicht (wie ich nach dem Rennen vernahm, hatte sie einen Platten eingefangen in der Kiesgrube). Von da an zog ich alleine meine Runden und hatte bei Rennmitte beinahe 2min. Vorsprung!!! Ich konnte es kaum glauben! Es lief alles wie am Schnürchen... ich fuhr nie am Limit und fühlte mich nach 3 Runden noch total gut! Ich konnte jeden einzelnen Meter mit vollem Druck in die Pedalen treten. Es war absolut mein Tag! Hinzu kam danach natürlich auch noch die mentale Kraft, welche mir nochmals Flügel verlieh und die vielen Zuschauer, welche mich kräftig anfeuerten! Das Rennen machte richtig Spass. In der letzten Runde wurde mir erst richtig bewusst, dass ich nun wirklich Schweizermeisterin werden kann, wenn ich keinen Defekt mehr einfahre. Den letzten Aufstieg und die Abfahrt habe ich dann einfach nur noch genossen, sowie natürlich die Zieleinfahrt. Es war unglaublich... ich war so überrascht und überwältigt: Das tobende Publikum, meine Tagesform, mein Rennen und der Titelgewinn! Das war so viel auf einmal, dass mir im Ziel nur so die Tränen runter rollten. Ich hätte niemals damit gerechnet! Meine beste Kollegin Kathrin hatte wirklich einen miesen Tag erwischt und kämpfte sich schlussendlich noch auf den 2. Platz. Ich weiss, dass dies eine riesige Enttäuschung für sie war, somit bleibt mir nur zu sagen: Kopf hoch Kari und nach vorne blicken! Vivienne wurde durch den Defekt auf den 4. Rang verdrängt. Die Bronze-Medaille holte sich Virginie Pointet. Herzliche Gratulation! Als wir auf dem Podium standen und die Hymne ertönte, da stockte mir fast der Atem. Ich war immer noch fassungslos und spürte zugleich eine unglaubliche Freude in mir. Ausgerechnet hier in Gränichen konnte ich eines meiner bisher besten Rennen meiner Karriere zeigen und sogleich als jüngste in der U23 Kategorie den Schweizermeistertitel gewinnen. Das Gefühl und diese Freude ist einfach unbeschreiblich! Ich genoss jede einzelne Minute. Zum Feiern war ich am Abend fast etwas zu müde. Zum Anstossen bin ich aber allemal noch gekommen! ;-) Meine Eltern und ich genossen dann ein vorzügliches Essen mit meinem Team auf dem Rütihof. Und so fiel ich spät Abends Hundemüde, aber überglücklich ins Bett. :-)
Bedanken möchte ich mich auch beim ganzen RC Gränichen, besonders dem OK und denjenigen, welche tagelang dafür gearbeitet haben, dass wir eine solch attraktive, geniale Strecke haben. Gränichen war einmal mehr mit Abstand das bestorganisierte Rennen im Schweizer Rennzirkus. Ausserdem war die Stimmung am Streckenrand fenomenal. Es war sowieso auf ganzer Linie ein voller Erfolg in jeder Hinsicht! Herzlichen Dank an ALLE! Herzlichen Dank auch an all jene, die mich am Streckenrand unterstützt haben und zum Teil extra aus ihren Ferien zurück gekehrt waren, um mich anzufeuern! Ihr wart der Hammer! Danke, danke, danke! Besten Dank auch für die unzähligen Glückwünsche, die ich persönlich, per E-Mail, über Facebook oder per SMS erhalten habe! Danke! Vorschau Schweizermeisterschaft in Gränichen (AG) Bald, bald ist es soweit… Eines der wichtigsten und attraktivsten Rennen steht bevor: die Schweizermeisterschaft in Gränichen. Schon seit Tagen kurve ich auf der 4.2km langen Strecke umher und kenne bereits jede Wurzel, jeden Stein, jede Kurve und Bodenwelle auswendig. :-) Der anspruchsvolle Rennkurs liegt beim Kieswerk in Gränichen. Pro Runde sind 160 Höhenmeter zu absolvieren. Für die Zuschauer eine sehr attraktive und beliebte Strecke, also sehr empfehlenswert! Mein Start wird um 11.30 Uhr sein. Ich würde mich über lautstarke Unterstützung am Streckenrand sehr freuen! Das komplette Programm, sowie Streckenprofil etc. kann unter: http://www.racerbikescup.ch/ nachgeschaut werden. Das Wetter sollte ebenfalls mitmachen, also: nach Gränichen und fanen! :-) Verzicht auf Europameisterschaft in Haifa, Israel Die Qualifikation für die Europameisterschaft in Haifa hätte ich dank guten Leistungen im Weltcup und am Racer Bikes Cup geschafft gehabt. Da meine Priorität aber auf der Schweizermeisterschaft in Gränichen (also zugleich auch Heimrennen) liegt, habe ich aufgrund der Vorbereitung auf eine Teilnahme in Israel verzichtet. Die SM findet schon 1 Woche nach der EM statt. Da ich nicht wusste, wie gut ich den Reisestress und das Klima (38°C!!) vertragen werde in Israel, wollte ich kein Risiko eingehen und blieb zu Hause. Natürlich habe ich keinen Garant, dass es dann an der SM super laufen wird, aber ich denke, dass die Chance grösser ist. Für die Weltmeisterschaft in Mount Saint Anne (Kanada) stehen voraussichtlich noch 2 Qualifikations-Rennen fest: Schweizermeisterschaft in Gränichen und der Weltcup in Champéry (SUI). Beides sind Strecken, welche mir liegen und gut gefallen, also am Rennkurs wird’s nicht liegen… ;-) Ungewiss ist allerdings noch, wie viele U23 Damen an der WM teilnehmen können. Racer Bikes Cup in Flims / 9. Elite und 2. U23 Nach einer Woche Wallis fuhr ich dann selber direkt nach Flims, d.h. durchs halbe Wallis und halb Graubünden über den Furka- und Oberalppass. Aber da ich am Freitagmorgen abfahren konnte hatte ich ja mehr als genügend Zeit, um anzureisen und dann noch die Strecke zu besichtigen. Nach einer langen Fahrt war ich endlich angekommen. Sogleich besichtigte ich mit meiner Teamkollegin, Corina Gantenbein, die Strecke. Sie war gespickt mit einem sehr steilen, intensiven Single-Trail-Aufstieg und einer technisch anspruchsvollen Abfahrt. Ausnahmsweise starteten die Lizenz-Kategorien für einmal am Samstag, wahrscheinlich auch weil die Nominierten für die Europameisterschaft in Haifa (Israel) schon am Sonntag abreisten. Der Samstag meinte es gut mit dem Wetter, fast etwas zu gut! Die Sonne brannte. Unser Start war um 11.30 Uhr, also auch nicht gerade zur Schonzeit. Wir hatten 6 Runden zu fahren. Am Start kam ich super weg und reihte mich als ca. 5. ein. Im steilen Anstieg verlor ich dann etwas Zeit, konnte aber in der Abfahrt einiges wieder gut machen. Die Runde war wirklich brutal hart und die Hitze war enorm, man musste sich also sehr gut verpflegen und viel trinken, was auf dieser Runde ziemlich schwierig war, da man ständig im Gelände fuhr. Bereits in der 2. Runde fing ich an zu frieren (bei dieser Hitze!!!), es war kein gutes Zeichen… ich war schon völlig überhitzt und hatte dazu wahrscheinlich auch noch zu wenig getrunken. Jede Runde war eine Qual, doch ich behielt meinen 9. Rang (2. U23) bis ins Ziel und fuhr sogar noch eine schnelle Schlussrunde. Im Ziel war ich fix und fertig und wollte nur noch eines: Möglichst bald eine Abkühlung! Am Sonntag genoss ich dann eine lockere Biketour mit meinen Eltern und machte mich danach bereits auf den Heimweg. Lehrlingslager Am kommenden Morgen war ich schon wieder „auf Achse“. Ich reiste für 1 Woche ins Wallis, ins Lehrlingslager. Ich durfte wieder mein Trainingsbike mitnehmen und jeweils am Nachmittag trainieren, während die anderen in der Pension „Waldegg“ neue Balkone errichteten und Geländer und Fensterläden strichen. Wie schon die letzten 2 Jahre wohnten und renovierten wir in dieser Pension. Wir verbrachten eine tolle Woche unter der Leitung von unserem Lehrlingsausbildner, Markus Schmid, und unserem Mann vom Hausdienst, Simon Brunner und dessen Frau, Vreni Brunner. Vielen Dank für die geniale Woche. Pech auf dem Gurten Es ist schon eine Weile her, seit ich am Rennen auf dem Gurten gestartet bin. Viel zu berichten davon gibt es allerdings nicht. Ich fühlte mich bereits kurz nach dem Start nicht besonders gut. Zusätzlich stürzte ich dann in der einten Abfahrt unglücklich, dabei verbog ich das Schaltauge. Im kommenden Aufstieg, als ich runter schaltete, riss ich deswegen den ganzen Wechsel ab. Somit war dann Endstation für mich, denn einen solchen Defekt benötigt zu viel Zeit, um zu reparieren. Ausserdem wäre es zur Tech-Zone noch sehr weit gewesen. Schulische Lehrabschlussprüfung bestanden Am Mittwoch 23. Juni erfuhren wir, ob wir die Lehrabschlussprüfungen bestanden haben oder nicht. Ich hatte eigentlich keine Angst davor, denn aufgrund meiner schulischen Leistungen in den letzten 3 Jahren ging ich davon aus, dass ich bestehen werde. Gestern am Nachmittag fand dann die Diplomfeier der KV-Lehrlingen in der Kath. Kirche in Aarau statt. Da ich die 4-jährige Sportlehre absolviere habe ich dieses Jahr "erst" die schulischen Prüfungen hinter mir. Die betrieblichen werde ich nächstes Jahr machen. Ich bekam also vorerst "nur" das Notenblättli, denn die Fähigkeitsausweise werden logischerweise erst nach der komplett abgeschlossenen und bestandenen Berufslehre verteilt. Ich bin froh, dass ich nun einen grossen Stein weniger schleppen muss... Höhentraining im Engadin Nach meinen Lehrabschlussprüfungen reiste ich sogleich ins Engadin, um mein Defizit im Training wieder etwas aufzuholen. Zusammen mit Kathrin Stirnemann wohnte ich in einer kleinen heimeligen Wohnung in St. Moritz. Diese 2 Wochen haben mir sichtlich gut getan, nicht nur physisch, sondern auch psychisch. Die erste Woche war immer etwas bewölkt und zwischendurch kam ein kleiner Spritzer von oben. Es hat sogar an einem Tag 10cm geschneit!!! Doch der Schnee überlebte nicht einmal 1 Tag! Wir konnten also im Gegenteil zu denjenigen im Mittelland sicherlich angenehmer und besser trainieren. :-) In der 2. Woche wurde es dann immer schöner und somit auch wärmer, aber angenehm warm zum biken! Es war einmal mehr genial. Wir haben viele Höhen- und Kilometer hinter uns nach dieser Zeit. Nun bin ich kurz zu Hause und diese Hitze hier "unten" macht mich noch ziemlich müde, auch die intensiven Trainingswochen sind noch nicht ganz verdaut. Trotzdem werde ich diesen Sonntag in Bern auf dem Gurten starten. Es sind viele internationale Konkurrentinnen am Start und somit steht ein spannendes Rennen bevor. Ich freue mich darauf... :-) Nach dem Rennen geht es für mich gleich weiter ins Wallis. Dort findet nämlich das jährliche Lehrlingslager statt. Und direkt nach dem Lehrlingslager nehme ich am Racer Bikes Cup in Flims teil. Wie ihr seht, momentan bin ich ständig auf Tour... also, bis bald! 2. Rang U23 in Champéry!
Ich wusste bereits im Voraus, dass uns eine sehr technische Strecke bevorsteht und es hiess, dass im Vergleich zur letztjährigen Strecke noch einen neuen Teil eingebaut wurde. Es war eine steile Abfahrt mit einem engen Kurven-S und einem Sprung. Diese Strecke ist einfach der absolute hammer! Man muss technisch stark, aber auch top-fit sein, um die technischen Bereiche überhaupt gut überqueren zu können! Ausserdem ist ein sehr steiler Kiesaufstieg in die Strecke miteingebaut. Die ganze Runde ist also sehr intensiv und kräfteraubend. Wir hatten 1 Startrunde und 4 grosse Runden zu fahren. Der Start erfolgte um 11.15 Uhr. Direkt nach dem Start fuhr ich im Mittelfeld mit, es war schwierig zu überholen in den schmalen Trails. Nach der Startrunde lag ich auf dem 13. Platz. Ich fuhr konstant nach vorne und nach der 1. Runde hatte ich mich bereits auf den 9. Platz nach vorne gearbeitet. Ich freute mich, dass es mir nach so wenigem Training in den letzten 3 Wochen (aufgrund der LAP) so gut lief. Die letzte Runde war dann ziemlich hart, ich merkte, wie mein Akku in den Beinen langsam nach liess. Auch mein Kopf wurde langsam müde durch die ständige Konzentration in den technischen Passagen. Ich beendete mein Rennen auf dem 8. Platz bei den Elite Damen und auf dem 2. Platz bei den U23 Damen und ich war happy! Mit dem Resultat bin ich den Umständen entsprechend zufrieden und ich freue mich bereits auf den Weltcup in Champéry! Damit ich mein Defizit im Training endlich nachholen kann, reise ich diesen Freitag für 2 Wochen ins wunderschöne Engadin, nach St. Moritz. Harte Trainings warten auf mich... :-) Lehrabschlussprüfungen gehen vor! Der Grund dafür, dass ich in Plaffeien nicht am Start war, sind meine Lehrabschlussprüfungen, welche nun bald vorüber sind... 16. Rang U23 Damen in Offenburg
Da der Wetterfrosch schönes und sehr warmes Wetter vorher gesagt hat beschlossen wir am Samstag nochmals eine Runde zu drehen. Es hatte über Nacht schon einiges abgetrocknet und nun war es richtig "griffig" geworden. Wir genossen den sehr sonnigen Samstag und feuerten unsere Schweizer Junioren/innen, welche am Nachmittag starteten, kräftig an. Sonnig ging es auch am Sonntag los. Ich fuhr sogar mit einer Kühlweste ein! Um 10.45 Uhr starteten wir dann ins Rennen. Eine Startrunde plus 5 Runden gab es zu absolvieren. Die Strecke ist brutal intensiv und anspruchsvoll und viele unterschätzen die Länge und Härte des Rennens. Ich bin sehr zufrieden mit meinem Rennen in Offenburg. Es war einmal mehr eine geniale Stimmung. Es stimmte alles, das Wetter, die Strecke, die Zuschauer, die Organisation, die Betreuung und meine Form zeigt aufwärts. Ein total gelungener Tag! :-) Wegen der Qualifikation für die Europameisterschaft habe ich noch nichts definitives gehört, es sollte jedoch nicht schlecht ausschauen. Sobald ich einen definitiven Bescheid bekomme werde ich euch informieren... Vorschau 3. Weltcup in Offenburg, Deutschland Um 10.45 Uhr heisst es Daumen drücken für die Startnummer 116! :-) Pech in Heubach Das letzte Wochenende verbrachte ich im deutschen Heubach. Ich nahm zum ersten Mal an einem Bundesliga-Rennen teil. Da Heubach ein HC (Horse Class) Rennen war, gab es für die U23 Damen ein extra Punkte-Ranking und ich hoffte, dass ich ein paar Punkte noch sammeln kann vor dem 3. Weltcup in Offenburg. Bei sehr nassen und schlammigen Verhältnissen wagten sich meine Teamkollegin, Maria Osl, mein Teamchef, Beni Ruf und ich auf die Strecke. Direkt nach dem Start-/Zielgelände folgte ein sehr langer Aufstieg auf einem Singletrail/Waldweg, endlich zuoberst angekommen freute ich mich auf die Abfahrt! Sie war wirklich „nicht ohne“! Rutschig, schlammig und schmal. Man konnte eigentlich nicht überholen. Im Ziel waren wir so dreckig, dass unsere Trickots nicht mehr zu erkennen waren! ;-) Am Sonntag schien das Wetter etwas besser zu werden und zwischendurch zeigten sich auch ein paar Sonnenstrahlen. Unser Start war um 12.00 Uhr. Ich musste ein weiteres Mal aus der hintersten Reihe starten. Das Bundesliga-Rennen war übrigens nicht zu vergleichen mit einem Racer Bikes Cup dann noch eher mit einem Weltcup, denn es waren viele internationale Top-Fahrerinnen am Start! Der Start gelang mir erneut sehr gut. Im langen Aufstieg verlor ich leider zu viel Zeit und vor allem Plätze, so dass ich unglücklicherweise hinter vielen schlechten Abfahrerinnen hinterher schleichen musste. In der Abfahrt gab es ein kurzes Zwischenstück, wo man überholen konnte, doch das war sozusagen sinnlos, denn sobald ich überholt habe bin ich im 2. Teil der Abfahrt sogleich wieder auf die nächsten aufgefahren… ich versuchte das Beste daraus zu machen. In der 3. Runde war ich zuoberst endlich vor der Gruppe (mit der ich jeweils mitfuhr) ca. an 22. Stelle liegend und freute mich darauf in der Abfahrt die Vorderen aufzuholen. Weit kam ich dabei nicht, denn plötzlich „pffff“ hatte ich keine Luft mehr im Hinterreifen. Zum Glück passierte es gerade bei der Tech-Zone! Da unser Team-Mech nicht angereist ist deponierte Beni einen Radsatz anfangs dieser Zone. Der Vater von Jolanda Neff (Siegerin Juniorinnen) kam sofort zur Hilfe geeilt. Ich sagte ihm, dass irgendwo hier ein Radsatz für mich bereit liege. Wir schauten uns beinahe in der ganzen Tech-Zone um, doch mitten im „Gjufel“ fanden wir nichts. So gab er mir ein Hinterrad von der Chilenin Laura Munizaga Holloway(Juniorin), welche momentan bei ihnen trainiert und „haust“. Ich hoffte, dass Laura in ihrer letzten Abfahrt keine Platte mehr einfängt! Nach ca. 1 ½ min. nahm ich das Rennen wieder auf, doch in der Zwischenzeit haben mich natürlich etwa 8 Fahrerinnen überholt. Es fiel mir schwer, meinen Kampfgeist nochmals zu wecken. Als 30. ging ich auf die letzte Runde. Bis ins Ziel gelang es mir noch 2 Plätze gut zu machen, doch meine Enttäuschung war gross! Ein Top 10 Platz bei den U23 Damen wäre ganz sicher drin gelegen, nun war es der 12. Rang (U23 Damen) und der 28. bei den Elite-Damen. Leider war dann auch nichts mit punkten… es war ein Rennen zum vergessen! Vielen Dank an Beni, Marlis und Maria, es war trotzdem ein tolles Wochenende! ;-) Kein Start am Racer Bikes Cup in Solothurn, dafür in Heubach! Da ich dieses Wochenende in Heubach (Deutschland) am Bundesliga Rennen teilnehmen werde, verzichtete ich auf einen Start in Solothurn. Es geht jetzt Schlag auf Schlag, 4 Renn-Weekends folgen. 5 Rennen nacheinander wären einfach etwas zuviel gewesen. Solothurn zählt ausserdem nicht zur Qualifikation von EM und/oder WM, also habe ich nun auch keine Nachteile deswegen. Im übrigen bin ich mich noch am vorbereiten für die schulische Lehrabschlussprüfung, welche Ende Mai/Anfangs Juni stattfinden wird. Also wie ihr seht, ich habe viel um die Ohren... Ich hoffe ihr könnt das bevorstehende verlängerte Wochenende geniessen und etwas entspannen, für mich heisst es: Auf nach Heubach! ;-) Bis bald! 60. Rang / 14. U23 am Weltcup in Houffalize (BEL)
Mein Start verlief eigentlich ganz gut. Doch in den Abfahrten staute sich das ganze Fahrerinnen-Feld, wegen engen Passagen oder Stürzen. Man konnte nicht mehr machen, als die Ruhe bewahren und auf den richtigen Zeitpunkt zu warten. Ich arbeitete mich nach vorne. Als es auf die erste Runde ging müsste ich mich so um den 70. Rang begeben haben. Ich fuhr kontinuierlich nach vorne und versuchte mich an der Gruppe festzuklammern. Doch das war alles andere als einfach! In den Abfahrten kriegte ich leider immer die falschen vor meine Räder, welche technisch sehr schwach waren und so reissten sich Löcher in die Gruppe. Bergauf konnte ich dann nicht an ihren Hinterrädern dranbleiben. In der nächsten Abfahrt schloss ich zwar wieder auf, aber es war wie in einem Teufelskreis. Die Stärkeren, welche vor den Abfahrten noch vor die Schwächeren gelangten konnten dann vorne weg fahren. Von Runde zu Runde kamen mir die Aufstiege schlimmer vor, das Schlimmste war jedoch danach, wenn es kurz flach wurde. Mir fehlte dann einfach die Kraft, um nochmals zu kicken. In der 4. Runde konnte ich kurz vor dem Ziel noch eine Fahrerin überholen und beendete somit mein Rennen nach 1h 58min. auf dem 60. Schlussrang / 13. U23 und als 3. Schweizerin. Ich klassierte mich ca. 15 sek. hinter der 2. U23 Schweizer-Fahrerin, das spornt mich an für den nächsten Weltcup in Offenburg (GER)! Vorschau World Cup Houffalize (BEL) Am kommenden Wochenende werde ich in Belgien, in Houffalize am 2. Weltcup sein. Leider konnte ich noch nicht wirklich nach vorne stossen auf der Startliste, ich muss als 123. (3. Letzte) starten. Ich mache das Beste daraus! ;-) Am Donnerstag geht die Reise los... And again: Goodbye Switzerland! 59. Platz / 14. U23 am Weltcup in Dalby Forest Nachdem wir in Manchester gelandet sind ging es mit dem gemieteten Auto weiter Richtung Pickering, rund 2h Fahrt. Als wir dort angekommen sind dachte ich, wir sind in einem ausgestorbenen Dorf gelandet! Totenstille und kein Mensch auf den Strassen. Als nächstes checkten wir in unserer "Easthill Farm" ein. Es war richtig cool, wir hatten eine Küche, ein Wohnzimmer, eine munzige Waschküche plus 4 Zimmer mit jeweils einem Bad, ein halbes Haus! :-) Am kommenden Morgen waren dann auch mein Team-Chef, Beni Ruf und Betreuer, Roberto Negro, angekommen. Sie sind mit dem Material-Bus und dem Wohnwagen via Fähre nach Pickering und dann direkt bis zum Renngelände gefahren! Der Vater von meinem Team-Kollege, Marc Schärli, fuhr uns dann nach Dalby Forest. Ich dachte schon, wir kommen gar nie mehr an, das ganze Rennen war so abgelegen. Wir waren im nahsten Dorf von Dalby Forest untergebracht und fuhren gut 20min. mit dem Auto!! Doch irgendwann nach etwa 15 Meilen haben wir es doch noch geschafft! ;-) Endlich konnten wir unsere Bikes schnappen und uns einen ersten Eindruck von der Strecke einholen. Ich war begeistert von der Runde, technisch nicht sehr schwierig, aber schnell und alles Trails! :-) Leider bin ich noch gestürzt, doch ausser ein paar Kratzer und blaue Flecken hats mir nichts gemacht. Den Samstag gingen meine Team-Kollegin, Maria Osl und ich ziemlich locker an. Wir fuhren auf den Asphalt-Strassen durch den riesigen Wald, um die Beine etwas zu lockern. Danach schauten wir uns noch das Rennen der Junioren/innen und feuerten unseren Team-Kollegen, Marc Schärli an. Gratulation zu seinem 17. Schlussrang! Und schon wurde es Sonntag... Draussen nieselte es, doch das konnte weder Maria noch mir die Vorfreude aufs Rennen nehmen. Und ich konnte es kaum glauben, es waren Unmengen von Menschen nach Dalby Forest geströmt, es war eine sensationelle Stimmung auf der ganzen Strecke! Um 10.30 Uhr war Call-up. Es war wirklich ein komisches Gefühl, ich hatte die allerletzte Startnummer, wurde als allerletzte aufgerufen und ich stand alleine auf der hintersten Startreihe. Vor mir standen rund 100 Fahrerinnen. Der Start verlief ganz gut für mich, ich kam bis zum 48. Platz nach vorne und bin allen Stürzen gut ausgewichen. ;-) Doch im letzten langen Aufstieg bekam ich dann meinen schnellen Start zu spüren und eine nach der andere zog an mir vorbei. In der 2. Runde fiel ich endgültig in ein Loch. Zum ersten Mal kriegte ich bergauf fast keine Luft mehr. Vielleicht lag es noch an der Erkältung von Mitte April, keine Ahnung. Ich musste nochmals Tempo rausnehmen. Es war schrecklich und ich war wirklich kurz vor dem Aufgeben. Doch plötzlich lief es wieder etwas besser. In der 4. Runde konnte ich endlich einmal einfach fahren, es war keine Blockade vor mir in den Abfahrten und so konnte ich die Fahrerinnen vor mir zügig einholen. Die 5. und letzte Runde raubte mir dann wirklich den Rest meiner Kräfte. Ich wollte unbedingt unter die Top 60 kommen, um Punkte zu holen. Denn je mehr Punkte, umso einen besseren Startplatz erhalte ich. Ich konnte die einte oder andere Fahrerin noch überholen und beendete mein Rennen dann auf dem 59. Schlussrang, das heisst: 9 Punkte! :-) Das Rennen war übrigens top organisiert, ich habe selten einen solch tollen Einsatz gesehen. Die Leute waren ausserordentlich hilfsbereit und freundlich, ich war positiv überrascht und ich würde mich freuen, wenn ich wieder einmal nach Dalby Forest gehen kann! Herzlichen Dank an das ganze Team, speziell an Beni, Roberto und Hans-Peter! Ihr wart genial! Das ganze Team ist euch unendlich dankbar für euren unermüdlichen Einsatz und dass ihr diese lange Reise auf euch genommen habt! Danke! Vorschau Weltcup Dalby Forest (GBR) Ein Hin und Her war das in den letzten Tagen. Die Aschewolke brachte alles drunter und drüber. Die Frage: Ob wir überhaupt nach Dalby kommen stand lange im Leeren geschrieben... Erst als sich gestern der Flugverkehr zu normalisieren begann drehte sich das ganze wieder dem Optimistischen zu. Nun steht es also fest, unser Team wird nach England fliegen können und am 1. Weltcup teilnehmen. Ich freue mich auf eine hoffentlich tolle Strecke und viele Zuschauer. Meine Erkältung ist übrigens sozusagen abgeschlossen. Ab und zu kriege ich sie noch etwas zu spüren, doch ich hoffe, dass ich das bis am Sonntag endgültig abhacken kann. Wir werden am Donnerstag, 22. April, abfliegen und am Sonntagabend zurückkehren (hoffentlich!! ;-D) Goodbye Switzerland! Trainingscamp in Savosa mit dem Racing Club Gränichen Nach dem Weekend in Tesserete fuhren wir in das nicht weit entfernte Savosa ins Trainingslager des Racing Club Gränichen. Wir waren in einer genialen und schönen Jugendherberg untergebracht. Und wie es halt so ist, eine Erkältung kriegt man nicht in 2 Tagen wieder los. So nutze ich den Montag als Ruhetag, um etwas auszukurieren und zu lernen. Leider hat mich dann aber anfangs Woche auch noch den Husten eingefangen. Eigentlich wäre noch die Möglichkeit bestanden, dass ich am Bundesliga Rennen in Münsigen starten könnte, damit ich immerhin 2 Rennen vor dem 1. Weltcup absolviert hätte. Doch diese Option fiel dadurch dann ins Wasser. Ich wurde langsam ungeduldig mit der ganzen Erkältung. Doch diese Zeit musste ich mir einfach nehmen, damit ich sie nicht in die ganze Saison mitschleife. Ab Donnerstag ging es mir aber von Tag zu Tag besser und so konnte ich doch noch einige gute Trainings absolvieren. Natürlich fühlte ich mich noch ziemlich geschwächt und meine Beine waren schwer wie Blei, doch Hauptsache war, dass es wieder bergauf ging! Ich will mich bei allen Leitern herzlich für diese tolle Woche bedanken! Eine super organisierte Lagerwoche mit einer super guten Stimmung, genial! Ein riesiges Dankeschön auch dem Küchenteam, das Essen war hervorragend...mmmh! Vielen, vielen Dank! Kein Start am Racer Bikes Cup in Tesserete (TI) Meine Vorfreude aufs Rennen in Tesserete war gross! Endlich hätte ich mein neues Fully testen können. Leider kam alles anders... Bereits am Donnerstag, 8. April, merkte ich, dass eine Erkältung im Anmarsch ist. Trotzdem reiste ich am Freitagabend nach Tesserete. Am darauf folgenden Tag war ich dann aber endgültig erkältet und ich fühlte mich überhaupt nicht fit. Nach der Streckenbesichtigung hatte ich leicht fiebrige Augen und das Fieber bestätigte sich danach auch anhand des Fiebermessers. Es war für mich klar, dass es keinen Sinn macht, in diesem Zustand ein Rennen bestreiten zu wollen. Am Sonntag hatte ich zwar kein Fieber mehr, aber mit meiner starken Erkältung, welche mir auch einen guten Schlaf verwehrte, wäre es ebenso sinnlos gewesen zu starten. Ich verzichtete also auf die Teilnahme in Tesserete. Es nervte mich schon, dass ich nicht fahren konnte, denn die Strecke in Tesserete ist eine absolute Bikestrecke und hätte mir sehr gut gefallen. Nun, ich musste dieses Weekend abhacken und nach vorne schauen, denn es kommen noch viele Rennen und vor allem bald der 1. Weltcup! :-) Saisonauftakt in Buchs (SG) mit 17. Rang / 5. Rang bei U23
Durch den strömenden Regen durch die ganze Nacht auf Sonntag war die Strecke sehr schlammig und rutschig geworden, was in den Trails bergauf nicht gerade ein Vorteil war. Die vorgesehenen 7 Runden wurden dann deswegen auf 5 Runden gekürzt. Mein Start war ganz ok. Da der Aufstieg enge Trails beinhaltete war es schwierig zu überholen. Ich konnte mich irgendwo unter den ersten 15 einreihen. Ich versuchte, dass ich am Anfang nicht zu überdreht fahre, um einigermassen konstante Runden zu fahren und einen regelmässigen Tritt zu halten. Doch das war gar nicht so einfach, denn es war fast unmöglich über die technischen Passagen zu kommen in den Auffahrten. Den obersten Trail lief ich eigentlich immer. Es war ein Nervenspiel! Dauernd musste ich das Bike stossen. Weil ich eigentlich nicht laufen wollte, verpuffte ich soviel Kraft alleine dafür, dass ich überhaupt vorwärts kam. Es klebte und spulte im Dreck, es war richtig nervig! Daher entschied ich mich meistens fürs Laufen, aber das war halt auch überhaupt nicht mein Ding. In den Laufpassagen verlor ich immer einiges an Zeit und Plätze! Ich fuhr bis zur 3. Runde an 16. Stelle und musste dann in den letzten beiden Runden noch einen Platz abgeben. Schlussendlich bin ich als 17. und als 5. U23 ins Ziel gekommen. Einerseits bin ich zufrieden mit meinem ersten Saison- und Elite-Rennen, aber ich weiss, dass ich noch mehr Gas geben kann! Das kommende Rennen wird in Tesserete (TI) stattfinden am 11. April. Diese Strecke sollte mir eigentlich etwas besser liegen, mal schauen was drin liegt. Ein ganz grosses Dankeschön geht an die gesamte Team-Crew, welche einen super genialen Einsatz leistete. Und cool haben wir jetzt eine warme Stube (Wohnwagen), wir Fahrer/innen waren schon zum ersten Mal froh, dass wir uns dort aufwärmen konnten!! Ausnahmezustand in Giverola
Am Freitag, 05. März reiste ich voller Vorfreude nach Giverola (ESP) ins Biker-Paradis. Lange konnten wir aber die total genialen Bedingungen dort nicht geniessen, denn am Montagnachmittag begann es zu schneien und gegen den Abend kamen richtige Schneestürme auf uns zu! Es war grässlich, ja fast beängstigend! So etwas habe ich noch nie erlebt! Ganze Fensterfronten bogen sich wie eine Banane gegen innen, wegen dem Sturm. Es ging auch nicht lange und dann sassen wir ohne Strom bzw. Licht und Wärme in unseren Bungalow's... Keiner wusste, wie lange es genau dauern wird, bis wir wieder Strom haben. Ausser im Hauptgebäude (welches mit einem Not-Agregat ausgestattet war) war es überall dunkel, auch in der Region um uns war kein Funken mehr zu sehen! Es stand uns eine kalte Nacht bevor! Der nächste Morgen brachte kein freudiges Aufstehen mit sich und die Motivation überhaupt aus dem angenehm warmen Bett zu schlüpfen war winzig klein. Draussen war alles weiss! Oh Gott, wo bin ich hier nur gelandet? Von spanischer Wärme war nichts zu spüren! Immerhin kriegten wir ein (wie immer) hammermässiges "Zmorge" serviert, das erleichterte den Tagesbeginn um einiges! ;-) Unterdessen hat das Hotel Wärmelampen aufgestellt, welche etwas Wärme ausstrahlten. An diesem Morgen erfuhren wir ausserdem, dass es seit 42 Jahren nicht mehr so geschneit und gestürmt hat wie am Vorabend. Die Strassen waren alle gesperrt, es waren nur Autos mit Schneeketten gestattet, aber wir sind in Spanien...da hat man nicht mal einen Schneepflug! Ans Gelände war nun als letztes zu denken, dort lagen die Bäume wie abrasiert kreuz und quer, und überall wo man hinsah lag Schnee, Schnee, Schnee... auch die Temperatur liess uns an die Schweiz erinnern. Alle Wege waren "zerstört". Am Dienstag traute sich keiner nach draussen. So trainierten wir im Kraftraum und auf den Spinning-Velos. Das Duschen danach war überhaupt keine angenehme Trainingsbelohnung mehr! Kalt duschen bei dieser Kälte fand ich überhaupt kein Spass mehr! Am Tag zuvor haben Kathrin und ich noch Kleidung gewaschen. Leider konnten wir diese nun nicht einmal mehr aus der Waschmaschine nehmen, da sich die Türe nur mit Strom öffnen liess. Bingo! Am Abend, als wir in der Lobby sassen, wurden wir aufgefordert an der Reception Kerzen zu holen, damit wir wenigstens nicht im dunkeln die Zähne putzen mussten. Mit Internet und Telefonieren, sowie SMS'len wurde auch nichts mehr. Kein Netz! Nicht einmal mehr das Telefon der Reception ging. Ich kam mir völlig "ab vo de Wäut" vor. Da wird einem wieder bewusst, dass wir Menschen gegen die Natur keine Chance haben und uns einfach "ergeben" müssen. In unserer Region wurde sogar der Notstand ausgerufen. Die Kälte wurde immer schlimmer, zum Glück habe ich genügend warme Kleidung mitgenommen. Von Zeit zu Zeit wagten wir uns wieder nach draussen auf die Strasse. Was wir sahen, waren Zustände, welche wir uns in der Schweiz nicht einmal vorstellen können. Strom-Masten lagen überall am Boden. Autos lagen in den Strassengräben. ect. Das Sporthotel Giverola kämpfte mit allen Mitteln. Sie schlossen die Duschen vom Hallenbad am Notagregat an, damit wir wenigstens dort warm duschen konnten und wenigsten einmal warm hatten! Sie tischten uns feinstes Essen, wie gewohnt, auf den Tisch, obwohl sie nur 20% aller Küchengeräte brauchen konnten und alles von Hand abwaschen mussten!!!! Sie verteilten in Tossa de Mar Suppe, damit auch diese Menschen dort etwas warmes zum Essen hatten. Diese Solidarität hat mich wirklich beeindruckt! Hut ab! Ich wurde immer "kribbliger", denn eigentlich war ich ja da, um Technik zu üben und die hammer Trails zu geniessen. Dank meinem Trainer, Beat Stirnemann, welcher sich am Freitag mit der Säge auf den Weg ins Gelände machte, ermöglichte er uns trotzdem 2-3 Trainings noch im Gelände. Es war griffig und machte richtig Spass! Es liess uns neue Hoffnung schöpfen auf baldige Besserung der Verhältnisse. Auch das Hotel hat sich weiterhin für uns eingesetzt und ein 2. Agregat besorgt, damit wir in den Bungalow's wieder Strom bekamen. Somit konnten wir auch gegen die eiserne Kälte in den "Hüttchen" ankämpfen. Am Samstag, am Abreisetag, kam erstmals so richtig wieder die Sonne und es wurde mega warm! Leider stand jetzt nur noch ein letztes Training auf dem Programm. Die kommende Woche sagt wieder normale Giverola-Verhältnisse voraus, Glück für diese, welche jetzt noch dortgeblieben sind und die Junioren-Nati, welche gestern angereist ist. Zu Hause muss ich mich nicht gross angewöhnen, an dieses Wetter habe ich mich nun gewöhnt! Trotzdem will ich mich noch einmal bei allen Leitern und Betreuern und vor allem auch beim Hotel herzlich bedanken für die Unterstützung! Es war für alle nicht einfach unter diesen Umständen, doch ich denke jeder hat sein Bestes gegeben und es war trotz allem eine super, lehrreiche Woche! VIELEN DANK! Gran Canaria zum Zweiten Nach den Skiferien war endgültig fertig mit "plöischlen". Am Sonntag, 07. Februar, ging es los. Mit meinen 3 Mädels: Kathrin, Tanja und Vania plus den beiden Jungs: Fabian und Sandro flogen wir gegen den Nachmittag in den warmen Süden auf die Insel Gran Canaria. Dort verbrachten wir eine trainingsintensive Zeit. Diesmal zum Glück ohne Zwischenfälle!!! :-D Das Wetter meinte es ein weiteres Mal gut mit uns und wir trainierten jeden Tag unter Sonnenschein und ca. 25 Grad. Es war bombastisch! Nach dieser Woche fühle ich mich zwar etwas müde, doch es ist ein wichtiger Teil der Vorbereitung für die bevorstehende Saison. Die Insel bietet einfach alles für ein perfektes Training. Ich wäre gerne noch etwas länger dort geblieben....denn ich wusste ja, was mir hier in der Schweiz blüht: kaltes, nebliges Schneewetter. :-( Und so hiess es heute bereits wieder: Goodbye Gran Canaria and Welcome back to Switzerland. Nun werde ich mich wieder dem Alltag widmen und nebenbei unseren Schweizer Wintersportler/innen an der Olympiade in Vancouver die Daumen drücken... In der 2. Märzwoche geht es dann weiter mit meinem Programm, dann werde ich nämlich mit der Nationalmannschaft nach Giverola ins Bikerparadies verschwinden und mich dort noch einmal auf dem Bike optimal auf die Bikesaison vorbereiten. "En gueti Ziit ond bhautet öich warm!" :-) Skiferien in Savognin Vom 30. Januar bis 05. Februar war ich mit meiner Kollegin Kathrin Stirnemann und deren Eltern in den Skiferien in Savognin. Während dem die ganze Schweiz im Schnee versank genossen wir in Savognin den blauen Himmel. Bloss die eisige Kälte und der dort dringendst benötigte Schnee (!!!) zwang uns ab und zu einen Abstecher in eine der Pistenbeizen zu machen. Nach dem Skifahren strampelten wir meistens noch etwas auf der Rolle und machten fleissig unsere Rumpfkraftübungen. Es war eine geniale Woche! Vielen vielen herzlichen Dank an Beat, Regula und Kathrin für diese tolle Zeit! |
Gestern vor einer Woche fand in Muttenz der Final des Racer Bikes Cups statt. Es war für mich eine letzte Hauptprobe für die Weltmeisterschaften in Mount-Saint-Anne (Kanada).
Nach dem Weltcup in Champéry konnte ich entspannt den Abend ausklingen lassen, denn meine 1 ½ Wochen Ferien standen bevor. Das heisst, am Dienstag verlagerte ich meine Ferien Richtung Italien, da dort am kommenden Wochenende der nächste Weltcup stattfand.
Ich reiste schon am Donnerstagabend nach Champery, um dort noch kurz auf der Strecke trainieren zu können, doch als wir im Wallis ankamen schüttete es wie aus Kübeln und es war neblig und verhangen, richtig trostlos. Daher verzichtete ich dann komplett aufs Training und hoffte auf bessere Verhältnisse am Freitag.



